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Die Vorstellung
über längere Zeit nichts zu essen, ständiges Magenknurren, vielleicht
Kopfschmerzen und das soll auch noch gesund sein? Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen
vom Fasten. Die Meisten machen jedoch den Fehler, Fasten
mit Hungern zu verwechseln. |
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Es
gibt viele Fakten die für das Fasten sprechen. Wir essen zuviel und
noch dazu das Falsche. Die Nahrung und die Luft sind von zahllosen Umweltschadstoffenstoffen
belastet. Viele trinken zuviel Alkohol. Uns fehlt die ausreichende Bewegung. Wir
haben Streß, privat und beruflich. |
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Fasten als ganzheitliche Methode bedeutet umfassende Gesundheitsvorsorge:
Herz, Kreislauf, Bewegungsapparat werden entlastet, Ablagerungen in Gefäßen
abgebaut, der Stoffwechsel aktiviert, Schlacken und eingelagerte Giftstoffe ausgeschieden,
überflüssiges Gewicht auf gesunde Art und Weise abgebaut. |
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Die Selbstheilungskräfte
des Organismus, durch die jede Heilung bewerkstelligt wird, sind während
des Fastens deutlich erhöht. Somit kann das Fasten als Therapie eingesetzt
werden. Zum Beispiel zum Senken des Bluthochdrucks, bei Erkrankungen der Verdauungsorgane,
zum Senken der Blutfette, bei Erkrankungen der Haut, zur Verbesserung des Säure-Basenhaushalts,
bei Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane, bei chronischen Kopfschmerzen
und Migräne, zur Regeneration unseres Entgiftungsorgans, der Leber usw. Fasten
bedeutet auch Abstand zu gewinnen, zur Ruhe zu kommen und sich auf wahre Bedürfnisse
zu besinnen. |
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Fasten
für Gesunde ist ein Angebot, das sich an gesunde Menschen richtet, d.h. an
Menschen, die in guter körperlicher und psychischer Verfassung sind und ohne kontrollbedürftige
Medikamente auskommen können.
Bewusstes
Fasten ist ein Jungbrunnen für Körper, Geist und Seele. |
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Welche
gesundheitliche Bedeutung hat dabei das Wandern? |
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Eine kürzliche Studie von Sportmedizinern aus Oslo hat ergeben: Wenn man
beim Wandern die Arme so richtig mitschwingen lässt, so
ist das nicht nur gesund für die Wirbelsäule, auch die Atmung wird verbessert. Des weiteren verbraucht man dabei um fast 50 Prozent mehr Kalorien. Nacken
und Schultern werden entspannt. Wir benutzen gern Wanderstöcke. Der
ganze Körper wird beim Wandern trainiert, die Beine allerdings am meisten. Die Muskulatur der Beine wird sanft und gleichmäßig durchblutet sowie elastisch
gehalten. Kräftige Schritte spürt man bis ins Gesäß. Das ist ein Beweis, dass
beim Wandern die Becken-, Gesäß und die Bauchmuskulatur angeregt werden. Wobei
auch die Verdauung gefördert wird. Es gibt kaum die Gefahr einer Muskelzerrung
oder eines Muskelrisses. Bänder, Gelenke und Sehen werden
beim Wandern geschont. Es kann also keine Verletzungen wie z. B. beim Joggen
geben. Da der Fuß ständig Bodenkontakt hat, werden die Fußsohlen massiert und
über die Reflexzonen werden Muskeln, Wirbelsäule und alle inneren Organe positiv
beeinflusst.
Wandern:
- stärkt
den Kreislauf,
- die Herzleistungsfähigkeit wird trainiert,
- Schlacken
und Säuren werden zügig abtransportiert,
- Die verbesserte Durchblutung
sichert auch die Nähstoffversorgung bis hin zu den Gelenkknorpeln. Das beugt Gelenkverschleiß
und rheumatischen Erkrankungen vor.
- Bewegung fördert die Verdauung,
- das
Atemzugvolumen erhöht sich; somit werden die Kohlesäureentgiftung und die Versorgung
des Körpers mit Sauerstoff verstärkt,
- baut Stress ab
- der Muskelstoffwechsel
verbessert sich,
- fördert die allgemeine Konstitution,
- und fördert
den Schlaf.
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Die
Geschichte des Fasten |
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Fasten war zu allen Zeiten
im Laufe der Geschichte ein
wichtiges Instrument, um
den Körper von Giften zu befreien, zu reinigen.
Das üppige
Leben bedroht die Gesundheit des Körpers, die Klarheit des Denkens und die
Harmonie der Seele. So war es immer schon. Das ist auch die Erklärung dafür,
dass in allen großen Religionen das Fasten als Weg zur inneren Ordnung empfohlen
wird: bei Jesus Christus, bei Moses, bei Buddha und Mohammed. Die Geschichte berichtet,
dass diese Persönlichkeiten selbst beim Fasten zu ihren Erkenntnissen und
Lebensordnungen gefunden haben. Im Exodus 34,28 heißt es bei der Erzählung,
wie Moses in der Steinwüste des Berges Sinai die 10 Gebote verfasste: "Moses
blieb dort beim Herrn 40 Tage und 40 Nächte. Er aß kein Brot und trank
kein Wasser. Er schrieb die Worte des Bundes, die Zehn Worte auf Tafeln..."
Bei Matthäus 4,1 liest man über Jesus und seine Vorbereitung für
die Verkündung des Evangeliums: "Dann wurde Jesus vom Geist in die Wüste
geführt. Dort sollte er vom Teufel in Versuchung geführt werden. Als
er 40 Tage und Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger. Da trat der Versucher
an ihn heran..." Der Prophet Mohammed sagt im Koran 2,180: "Wer aus
freien Stücken Gutes tut, dem soll Gutes werden. Dass ihr fastet, ist für
euch selbst bekömmlich, wenn ihr es begreift. !" Später hört
man aus vielen Zitaten bereits die medizinische Bedeutung des Fastens heraus.
Etwa, wenn der Kirchenvater Athanasius, einer der Begründer des christlichen
Mönchstums, der von 295 bis 373 nach Christi Geburt lebte, feststellte: "Das
Fasten heilt die Krankheiten, trocknet die überschüssigen Säfte
im Körper aus, vertreibt die bösen Geister, verscheucht verkehrte Gedanken,
gibt dem Geist größere Klarheit, macht das Herz rein ..." Die
Taufkandidaten am Beginn der Christenzeit fasteten, bevor sie in die Kirche aufgenommen
wurden. Die jungen Indianer mussten fasten, bevor
sie als Männer in den Stamm aufgenommen wurden. So war es auch bei den Buddhisten,
ehe sie ins Kloster eintraten. Vermutlich hat in Wirklichkeit keine der historischen
Persönlichkeiten wie Moses und Jesus 40 Tage keine Flüssigkeit zu sich
genommen. Hier haben sich in der Überlieferung zweifelsohne Übertreibungen
eingeschlichen. Doch eines kann man klar erkennen: Das
Fasten hatte immer schon große Bedeutung für Körper, Geist und
Seele. Im Laufe der Zeit fand das Fasten Eingang in die Medizin und wurde
als Heilmethode gegen viele Erkrankungen eingesetzt.
Paracelsus bediente sich dieser Mittel sehr oft. Aber mit dem Zunehmen der Pharmakologie
und ihren Medikamenten und mit dem Nachlassen der Religionstreue der Menschen
verlor das Fasten an Bedeutung. Es ist dann von der Medizin im 20. Jahrhundert
wieder entdeckt und gefördert worden. Und der große deutsche Arzt Dr.
Hermann Geesing, der Vater der Immuntherapie, hat das Heilfasten eine "Operation
ohne Messer" genannt. |
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